Technische Universität Chemniz

Die Professur Produktionssysteme und -prozesse ist im Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse (IWP) der Technischen Universität Chemnitz integriert. Sie hat sich seit 1956 zu einer leistungsfähigen und anerkannten Forschungs- und Ausbildungseinrichtung der Produktionstechnik in Deutschland entwickelt.

Integriert in die Schwerpunktfelder der TU Chemnitz – „Energy-Efficient Production Processes“, „Human Factors in Technologies“ und „Smart Systems and Materials“ – konnte die Professur ihre Stellung als ein deutschlandweit und international sichtbares Zentrum der Lehre und Forschung im Bereich der Produktionstechnik konsequent ausbauen. In enger Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU werden die Grundlagenforschung gestärkt, zukunftsorientierte Themen fokussiert und mit industrienahen Projekten untersetzt. In den drei Lehr- und Forschungsabteilungen „Werkzeugmaschinen und spanende Fertigungstechnologien“, „Prozessinformatik / Virtuelle Produktentwicklung“ sowie „Steuerungs- und Regelungstechnik“ werden Themen, die sich den strategischen Zielen von Industrie 4.0 – dem Zukunftsprojekt in der Hightech-Strategie der Bundesregierung – zuordnen lassen sowie Forschung im Umfeld der Smart Factory, die für Wandlungsfähigkeit in der Produktion, Ressourceneffizienz und Ergonomie steht, interdisziplinär bearbeitet.

Die Sichtbarkeit auf nationaler und internationaler Ebene erfolgt durch die aktive Mitarbeit in der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik WGP, dem Innovationsverbund Maschinenbau Sachsen VEMAS und in der Internationalen Akademie für Produktionstechnik CIRP. Das Netzwerk „AVARE“, ein Verbund aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen, hat sich etabliert im Bereich der Lösung von Problemen im produzierenden Gewerbe mit Werkzeugen der „virtuellen Techniken“. Es verbindet gemeinsame anwendungsgetriebene Forschung mit Möglichkeiten virtuelle Techniken und Ihren Einsatzbereich kennenzulernen.

Das internationale Netzwerk "META - Manufacturing 4.0 durch Entwicklung und Transfer progressiver Automatisierungslösungen" der Professur unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Bereich der Fertigungstechnik bei Überwachung ihrer Prozesse und Produkte durch die Entwicklung smarter Überwachungs- und Automatisierungslösungen. Mit der Bündelung unterschiedlichster Kompetenzen, Experten und Interessen auf den Gebieten der Automatisierungs- und Produktionstechnik sowie der Digitalisierung und Vernetzung werden aus problemorientierten (Teil-) Prozessen relevante Prozess- und Anlagendaten erfasst und durch eine intelligente Informationsverdichtung zu Metadaten verarbeitet. Diese dienen der Überwachung, Bewertung und Optimierung der jeweiligen Produkte und Dienstleistungen sowie den dazugehörigen Maschinen und Prozessen. Wesentliche Bedingungen an den zu entwickelnden Strategien und Lösungsansätzen sind neben den vorhandenen Ressourcen die Integrität und unternehmensseitige Akzeptanz. Weiterhin verfolgt META das Ziel, den Zugang zu den Inhalten von Industrie 4.0 für diese KMU zu erleichtern und sie mit ihren Geschäfts- und Innovationsprozessen in Einklang zu bringen für eine langfristige Wertschöpfung.