Netzwerktag NanoSilber

Der Netzwerktag NanoSilber ist eine interdisziplinäre Plattform für sachliche Diskussionen sowie den fachlichen Austausch von Wissen und Erfahrungen zum Thema NanoSilber und antimikrobielle Oberflächen.

Die Fachveranstaltung richtet sich an Vertreter aus Industrie und angewandter Forschung sowie Dienstleister aus den Bereichen Gesundheits- und Transportwesen und informiert über aktuelle Erkenntnisse und Anwendungen. Der jährlich stattfindende Netzwerktag fördert die verantwortungsvolle Zusammenarbeit und Entwicklung von Nanosilber Produkten und bietet Unternehmen und Instituten die Möglichkeit, sich detailliert über Nanosilber und dessen Anwendungen zu informieren.

Thema der Veranstaltung

Der zeitliche Verlauf der Ausbreitung von COVID-19 und den damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen ist ein anschauliches Beispiel für die starke (aber auch anfällige) Vernetzung der heutigen Welt. Um zukünftigen Pandemien vorbereiteter entgegen zu treten, ist auch eine Betrachtung zur Relevanz von Oberflächen auf Keimübertragungswege maßgeblich entscheidend. Darüber und über weitere Themenbereiche diskutieren wir am 17. Juni gemeinsam mit Experten und Expertinnen und laden Sie herzlich ein, sich ebenfalls einzubringen!

Netzwerktag NanoSilber 2021

An Oberflächen im medizinischen Bereich sowie im Lebensmittelsektor werden besonders hohe Hygieneanforderungen gestellt, da diese potenziell als Reservoir für Keime dienen und damit grundsätzlich eine Infektionsgefahr bergen können. Besonders gefährlich sind resistente Bakterien, die durch mangelnde Hygiene im medizinischen Bereich, aber auch durch Lebensmittel auf Patienten bzw. Verbraucher übertragen werden können.

Dementsprechend werden Krankenhausinfektionen in den nächsten Jahrzehnten zu einer der häufigsten Todesursachen in den entwickelten Staaten zählen. Neben der konsequenten Einhaltung bestehender Hygienevorschriften werden daher auch ergänzende Hygienekonzepte auf Basis von Nanotechnologie speziell Nanosilber untersucht. Zielführend eingesetzt, können antimikrobielle Oberflächen eine nachhaltige Option darstellen, um das Anhaften von Mikroben an Oberflächen zu unterbinden bzw. Mikroben bei direktem Kontakt mit der Oberfläche abzutöten und dadurch den Kontaminationsgrad der Umgebung zu reduzieren. Die in Frage kommenden antimikrobiellen Stoffe können Antibiotika, Antiseptika, Biozide oder Metalle mit antimikrobieller Wirkung wie z.B. Silber und Kupfer sein. Jede dieser Stoffgruppen hat bestimmte Vorteile, mit denen aber auch spezifische Nachteile verbunden sind.

Die antimikrobielle Wirkung von Silber bzw. silberhaltigen Oberflächen beruht bspw. auf seiner Aktivität gegenüber einem breiten Spektrum von auch multiresistenten Bakterien, Hefen, Pilzen und Viren. Gegenüber Makrosilber zeigt Nanosilber bereits bei deutlich geringeren Mengen vergleichbar effektive antimikrobielle Eigenschaften. Dadurch wird Material eingespart und der Eintrag in die Umwelt minimiert. Stabil in einer Matrix verarbeitet bleiben die Nanosilber-Partikel fest gebunden und bis zu 30 Jahre antimikrobiell wirksam.

Keim-arme Umgebungen durch antimikrobielle Oberflächen können Reinigungs-und Desinfektionsmaßnahmen verringern, personelle Ressourcen schonen, mittelfristig Ausgaben sparen und vor allen Dingen den Patienten eine erhöhte Sicherheit vor Krankenhausinfektionen geben. Der Netzwerktag NanoSilber ist ein neutrales und fachliches Forum um über Chancen und Herausforderungen antimikrobieller Oberflächen zu diskutieren.

Hygiene in Zeiten der Pandemie und danach

Obwohl Hygienemaßnahmen stetig weiter­entwickelt werden und das generelle Bewusstsein über gute Hygiene­praxis präsenter wird, sind u.a. für multiresistente Erreger weltweit steigende Infektions­­­zahlen zu beobachten. Zusätzlich führt die hohe Entwicklungs­fähigkeit von Viren, Bakterien und Pilzen zu jährlich neu entdeckten Krankheits­erregern und damit verbunden, großen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen.

Auch Oberflächen tragen zur Verbreitung von Infektionskrankheiten bei und allgemein anerkannten Hygienekonzepte beinhalten daher stets auch Desinfektions- und Reinigungsmaßnahmen. Werden diese ordnungsgemäß durchgeführt, können die meisten Keime unmittelbar eliminiert und entfernt werden. Jedoch besteht der Schutz nur unmittelbar zum Zeitpunkt der Maßnahme und nicht zwischen den Reinigungs- und Desinfektions­intervallen. Wird eine Oberfläche nach der Reinigung/Desinfektion also erneut kontaminiert, so kann diese bis zum nächsten Intervall infektiös bleiben. Wenn auch effizient, so besteht keine dauerhafte Schutz­wirkung zwischen den einzelnen Intervallen der Reinigung bzw. Desinfektion. Ein noch unmittelbareres Risiko besteht, wenn der Desinfektions- und Reinigungsprozess nicht ordnungsgemäß bzw. unvollständig durch­geführt wird.

Durch die anhaltende Corona-Krise ist ein allgemein größeres Hygiene-Bewusstsein und eine gesteigerten Nachfrage an innovativen und effektiven Maßnahmen zu beobachten. Dazu zählen insbesondere auch silberhaltige Materialien, welche die Ansiedelung von Keimen auf Oberflächen effektiv und langfristig auch zwischen den Desinfektions- und Reinigungsintervallen verhindern.

Wo werden solche Lösungen bereits erfolgreich eingesetzt und wie wird deren Wirksamkeit verifiziert? Der Netzwerktag NanoSilber liefert Antworten auf diese Fragen und präsentiert existierende Lösungen und neueste Entwicklungen im Bereich antimikrobielle Oberflächen. Dabei betrachtet der Netzwerktag objektiv sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen dieser Technologie.

Netzwerktag NanoSilber

Veranstaltungstag:
28. September 2021


Veranstaltungsort:
Hybride Präsenz-Veranstaltung* bei unserem Netzwerkpartner Hohenstein,

Schlosssteige 1  | D-74357 Bönnigheim

(*abhängig von den aktuellen Hygiene-Auflagen)

Organisator:
Nanoinitiative Bayern