Bayern baut Spitzenposition bei Geothermie weiter aus

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Weltweit einzigartiges Projekt für neues Geothermie-Verfahren startet in Geretsried

Im oberbayerischen Geretsried startet die Erprobung eines weltweit einzigartiges Geothermie-Projektes. Im Erfolgsfall revolutioniert die neue Technologie die Geothermie: Petrothermale Geothermie, also Bohrungen in heißes Gestein, in die Wasser zum Erhitzen gepumpt wird. „In Bayern findet schon jetzt viel Geothermie statt. Neue Projekte, wie dieses finden bei uns eine ideale Innovationslandschaft vor. Wenn die Technologie Erfolg hat, bauen wir unsere Spitzenposition weiter aus“, so Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger. Langfristig kann in Bayern 25 Prozent des Wärmebedarfs aus Geothermie gedeckt werden. 

Die kanadische Firma Eavor hat ein innovatives Verfahren der petrothermalen Geothermie entwickelt. Das Prinzip funktioniert wie eine umgekehrte Fußbodenheizung. Es werden zwei Bohrungen je 4500 Meter tief durchgeführt, dann zusätzlich 3800 Meter quer. Die Bohrlöcher werden über ein geschlossenes System miteinander verbunden. Überirdisch wird kaltes Wasser über die erste Bohrung eingefüllt. Das Wasser erwärmt sich in der Tiefe und strömt infolge des Dichteunterschieds von kalten zu warmen Wasser mit bis zu 140 Grad wieder nach oben.

Aiwanger lobt den Innovationsmut: „Bislang liegt der Schwerpunkt in Bayern in der hydrothermalen Geothermie. Das ist jedoch nur in Regionen mit Thermalwasser möglich. Das Konzept in Geretsried, die petrothermale Geothermie über die sogenannte Closed Loop Technologie, kann ganz neue Möglichkeiten eröffnen auch in Regionen ohne Warmwasservorkommen. In Zusammenhang mit dem Ausbau von Fernwärmenetzen wäre Tiefengeothermie in ganz Bayern, nicht nur in Oberbayern und Niederbayern, nutzbar.“

Gemeinsam mit Bundeskanzler Scholz, Bundesministerin Stark-Watzinger und Ministerpräsident Dr. Söder besuchte Staatsminister Aiwanger die Bohrungen in Geretsried.

Ansprechpartnerin: Dr. Aneta Ufert, stellv. Pressesprecherin

Quelle: www.stmwi.bayern.de/presse/pressemeldungen/pressemeldung/343-2023/

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