Die NanoBiotechnologie bildet auf der Nanoskala eine Schnittstelle zwischen der Forschung an biologischen und nicht-biologischen Systemen und hat deren technische Nutzung in verschiedenen Bereichen zum Ziel. Vielfältige Anwendungen von Drug-delivery bis hin zu Lab-on-chip Systemen sind hier denk- und umsetzbar.

 

NanoBiotechnologie - Submikroliter-Chiplabor

Helmholtz Zentrum München, Institut für Strahlenschutz
Kontakt: PD Dr. Stefan Thalhammer
Ingolstädterlandstrasse 1
D – 85764 Neuherberg
Telefon: +49 (0) 89 – 3187-2893
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Die Handhabung kleinster biologischer Probenmengen bis hinab zur Einzelzelle erfordert neben ausgefeilten biochemischen Präparations- und Analysemethoden aber auch Werkzeuge im Nanometermaßstab. Die Miniaturisierung der Analysesysteme bedeutet ein wesentlich geringeres Probenvolumen nicht zuletzt eine meist deutlich höhere Sensitivität und Homogenität der Detektion. Das Herzstück des „µTAS“ bildet ein Chip, auf dem kleinste Tropfen der zu untersuchenden genetischen Probe mit den biochemischen Reagenzien mit hoher Präzision bewegt, temperiert und prozessiert werden. Dabei werden wenige Picogramm genetischen Materials isoliert und mit Hilfe eines Unterdruck-Transfer-Systems auf das Chiplabor transferiert. Auf dem Chip wirken akustische Oberflächenwellen und transportieren die Probe dann in einem ‚virtuellen’ Reagenzglas, das aus einem einzelnen freien Tröpfchen besteht, zu den jeweiligen Probenaufbereitungs- und Analysestationen auf dem Chip.