Edding produziert seit mehr als 30 Jahren in Bautzen
Fast jeder kennt sie: die klassischen Marker und Schreibstifte von Edding. Seit mehr als 30 Jahren werden sie zu großen Teilen im sächsischen Bautzen hergestellt. Nach der Wende übernahm das Hamburger Unternehmen das ehemalige DDR-Schreibgerätewerk "Markant" und entwickelte den Standort zu einem wichtigen Produktionszentrum weiter.
Im Bautzener Werk werden jährlich rund 85 Millionen Stifte in etwa 200 Farben produziert – etwa die Hälfte des gesamten Edding-Sortiments. Es ist die einzige firmeneigene Produktionsstätte des Unternehmens. „Produkte und Maschinen sind aus dem Ausland nach Bautzen gewandert“, erklärt Produktionsleiter Sebastian Neumann. „Das geht gegen den Trend, ins Ausland zu verlagern – und darauf sind wir stolz.“
Die Qualitätsprüfung hat in Bautzen hohen Stellenwert. Entwickelt und getestet werden die Stifte in mehr als 100 Prüfverfahren, erläutert Entwicklungsleiter Daniel Mihorczuk. Dabei wird etwa die Haltbarkeit der Tinte, ihre Wischfestigkeit oder Lichtbeständigkeit untersucht – je nach Einsatzzweck des jeweiligen Produkts.
Edding-Produkte „Made in Bautzen“ sind heute in über 100 Ländern im Einsatz. Neben der Industrie nutzen zunehmend auch Kreative die Stifte – ein Trend, der seit der Corona-Pandemie spürbar gewachsen ist. Trotz angespannter Marktlage blickt Geschäftsführer Olaf Seidel zuversichtlich auf den Standort: „Wir probieren Neues aus und wollen die Arbeitsplätze langfristig sichern.“
Zum Bericht des MDR SACHSEN (mit Video): https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/bautzen/bautzen-hoyerswerda-kamenz/edding-stifte-fabrik-osten-produktion-100.html